Kolophonium erzeugt die Reibung zwischen Bogenbehaarung und Saiten. Bei zu wenig Kolophonium rutscht der Bogen und klingt schwach. Zu viel verursacht Staub, Rückstände und eine raue Ansprache.
So finden Sie die richtige Menge für Violine, Viola, Cello oder Kontrabass, unabhängig davon, ob der Bogen mit Naturhaar oder Coruss bespannt ist.
Kolophonium Schritt für Schritt auftragen
1. Den Bogen richtig spannen
Spannen Sie die Behaarung ungefähr auf normale Spielspannung, ohne den Bogen zu überspannen. Berühren Sie die Haare nicht mit den Fingern, da Hautfett die Haftung beeinträchtigt.
2. Saubere und trockene Behaarung prüfen
Sie sollte frei von Fett, Schmutz und starken alten Ablagerungen sein. Wenn bereits viel Staub entsteht, hilft zusätzliches Kolophonium meist nicht.
3. Kolophonium sicher halten
Halten Sie es an Hülle oder Tuch und setzen Sie die Bogenbehaarung nahe am Frosch flach auf. Bei einem neuen, glatten Block beginnen Sie langsam. Ein Anrauen ist normalerweise nicht nötig.
4. Langsame Striche über die ganze Länge
Führen Sie das Kolophonium mit leichtem, gleichmäßigem Druck vom Frosch zur Spitze. Bei einer bereits vorbereiteten Behaarung reichen zunächst zwei oder drei Durchgänge. Neue oder gereinigte Fasern benötigen mehr, aber immer schrittweise.
Bei Coruss genügt eine kleine Menge. Prüfen Sie die Ansprache regelmäßig.
5. Am Instrument testen
- Rutscht der Bogen oder klingt er kaum, fügen Sie ein bis zwei Durchgänge hinzu.
- Ist der Griff klar und gleichmäßig, ist genug aufgetragen.
- Entsteht viel Staub oder fühlt sich der Bogen klebrig an, wurde zu viel verwendet.
Wie viel Kolophonium braucht ein Bogen?
Eine feste Zahl gibt es nicht. Die Menge hängt von Behaarung, Kolophonium, Instrument, Klima und vorheriger Anwendung ab. Tragen Sie wenig auf, testen Sie und ergänzen Sie nur bei Bedarf.
Wie oft sollte man Kolophonium auftragen?
Nicht zwingend vor jeder Spielrunde. Tragen Sie es auf, wenn der Griff nachlässt. Häufigkeit, Spielintensität, Klima und Lagerung beeinflussen den Bedarf.
Woran erkennt man zu viel Kolophonium?
- Sichtbare Staubwolke beim Spielen
- Weiße Rückstände auf Saiten oder Instrument
- Raue oder kratzige Ansprache
- Klebrige Saiten oder ungleichmäßiger Griff
Wischen Sie Saiten und Instrument nach dem Spielen vorsichtig mit einem sauberen, trockenen Mikrofasertuch ab.
Warum greift der Bogen nicht?
Ursachen können zu wenig Kolophonium, ungleichmäßige Verteilung, eine verdichtete alte Schicht, Verschmutzung oder Verschleiß sein. Stark überladene Coruss Fasern lassen sich vorsichtig mit Isopropylalkohol zurücksetzen. Halten Sie Alkohol unbedingt von Bogenstange, Frosch, Instrument und lackierten Flächen fern und lassen Sie die Behaarung vollständig trocknen. Bei Naturhaar hilft ein Bogenbauer weiter.
Pflege von Bogen und Kolophonium
- Entspannen Sie den Bogen nach jedem Spielen.
- Berühren Sie die Behaarung nicht.
- Entfernen Sie Rückstände mit einem trockenen Tuch.
- Lagern Sie Kolophonium kühl, trocken und geschützt.
- Vermeiden Sie Hitze und direkte Sonne.
Häufige Fragen
Braucht ein neuer Bogen Kolophonium?
Ja, wenn die neue Behaarung noch nicht vorbereitet wurde. Tragen Sie es schrittweise auf und testen Sie regelmäßig.
Wie viele Durchgänge sind nötig?
Bei einem vorbereiteten Bogen reichen oft zwei oder drei. Neue Behaarung braucht mehr. Stoppen Sie, sobald der Griff klar und gleichmäßig ist.
Braucht Coruss Kolophonium?
Ja, normalerweise nur eine kleine Menge. Coruss Kolophonium wurde dafür entwickelt.
Guter Griff beginnt mit der richtigen Menge
Tragen Sie wenig auf, verteilen Sie es gleichmäßig und testen Sie vor jedem Nachtragen. Coruss Kolophonium entdecken.

